Nachdem ich mich aufgrund des Umzuges, gut und gerne zwei Wochen von FastFood “ernährt” habe, konnte ich heute endlich mal wieder etwas Gutes kochen. Die Küche ist komplett und alles ist verkabelt und angeschlossen, also steht einem echten Mahl nichts mehr im Wege.

Was gabs? Kollege Biever war vor Ort und konnte der Köstlichkeit beiwohnen. Schöne Minutensteaks, dazu frische Kartoffeln, Gemüse und einen Salat. Nichts Aufregendes, aber mir kam es wie die Offenbarung vor.
Heute versuche ich mich mal als Chefkoch. Vergiss FastFood oder schnell Zusammengewürfeltes – Gleich gibt es vom Feinsten:
Steak, italienische Art, mit Pesto und Kirschtomaten schön aus dem Backofen – zum Schluss noch eine kleine Prise Parmesan darüber gestreut. Dazu mit Crème fraîche, Schnittlauch und Petersile gefülle und mit Käse überbackene Champignons und zum Abschluss grüne Nudeln. Nur für den Nachtisch hab ich nicht gesorgt, aber wahrscheinlich werden wir danach so voll sein, dass der beste Nachtisch ein ordentlicher Spaziergang sein wird.
Mal schauen wie es schmecken wird. Update folgt :)
Liebes Amerika,
vielen Dank für drei tolle Wochen voller Naturwunder, imposanter Städte, furchtbar dicker Menschen, unglaublich freizügiger Frauen, jeder Menge FastFood, Eiswürfelmaschienen und auch dank für mein persönliches Highlight – dem Refill – ich komme wieder. Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber ich komme wieder.
Cheerio
-Carsten-
Mein lieber Scholli – die letzten beiden Tage waren anstrengend, aber auch sehr…nennen wir es imposant. Zuerst sind wir ja nach Vegas gefahren. ALTER, ist das heiß da – logisch mitten in der Wüste. Aber Temperaturen um die 41 Grad sind echt hart. Dazu kommt, dass Vegas bei Tag aussieht wie diese Essensfotos bei billigen Schnellimbissen. Man weiß, dass die Pommes lecker ist, aber das Bild ist Grütze – genau wie Vegas bei Tag. Imposant (da ist das Wort wieder) wird es dann aber nachts. Soviele Lichter, Menschen, Prostituierte und Shows habe ich noch nicht auf einem Fleck gesehen. Sei es die Wassershow vor dem Bellagio, oder ein perfekt inzenierter Vulkanausbrauch (alles in den Bildern) – einfach nur: WOW.
Ach ja – habe nichts gewonnen!
Heute sind wir dann in aller Frühe aufgebrochen um zum Grand Canyon zu kommen, haben aber erst mal Stunden gebraucht, um Vegas hinter uns zu lassen – verwirrende Karten. Die Strecke war anschließend extrem öde – 350 Meilen nur heißer Sand und eine gerade Straße – unterwegs sind wir an nem Laden vorbeigekommen der aussah wie der Schuppe am Anfang vom “From Dusk Till Dawn”, sogar ein Polizeiauto stand davor.
Wir sind aber nicht direkt zum Canyon gefahren, sondern haben uns den Hoover Damm noch angeschaut – und der ist selbst für amerikanische Verhältnisse gigantisch.
Schlussendlich haben wir den Grand Canyon erreicht und der hat uns echt die Sprache verschlagen. Soetwas beeindruckendes und schönes habe ich in der Natur noch nicht gesehen – die angehängten Bilder spiegeln leider nur einen Teil davon wieder, man muss einfach da gewesen sein. Wenn man dort steht und 450 Kilometer Canyon betrachtet, dann merkt man wie unwichtig vieles doch ist – der Graben hat schließlich schon 40 Millionen Jahre auf dem Buckel. Dementsprechend verhalten sich auch die meisten Besucher dort – alle sind still und ehrfürchtig, fast wie in einer Kirche.
Der Abend hat dann noch mit einem mittelschweren Chaos geendet. Denn wir Deppen haben uns bei der Hotelresiervung irgendwie verklickt und das Hotel in Missourie gebucht und nicht in Arizona – dumm, dass die Orte geich hießen. Also war noch zwei Stunden Hotelsuche angesagt. Nun liege ich auf dem Bett eines Motel Six, benutze unerlaubter Weise das ungesicherte Wlan des gegenüberliegenden Hotels DaySinn und lade gleich die Bilder hoch.
Cheerio,
Carsten
@Mario – dir zu liebe habe ich das Shirt auch nochmal vor dem Grand Canyon getragen ;)
NACHTRAG: Ja, ich habe mir heute einen Cowboy Hut gekauft…ich sag das nur so….nicht, dass nachher wieder das Weinen angefangen wird.