Liebes Amerika,
vielen Dank für drei tolle Wochen voller Naturwunder, imposanter Städte, furchtbar dicker Menschen, unglaublich freizügiger Frauen, jeder Menge FastFood, Eiswürfelmaschienen und auch dank für mein persönliches Highlight – dem Refill – ich komme wieder. Vielleicht nicht nächstes Jahr, aber ich komme wieder.
Cheerio
-Carsten-
Mein lieber Scholli – die letzten beiden Tage waren anstrengend, aber auch sehr…nennen wir es imposant. Zuerst sind wir ja nach Vegas gefahren. ALTER, ist das heiß da – logisch mitten in der Wüste. Aber Temperaturen um die 41 Grad sind echt hart. Dazu kommt, dass Vegas bei Tag aussieht wie diese Essensfotos bei billigen Schnellimbissen. Man weiß, dass die Pommes lecker ist, aber das Bild ist Grütze – genau wie Vegas bei Tag. Imposant (da ist das Wort wieder) wird es dann aber nachts. Soviele Lichter, Menschen, Prostituierte und Shows habe ich noch nicht auf einem Fleck gesehen. Sei es die Wassershow vor dem Bellagio, oder ein perfekt inzenierter Vulkanausbrauch (alles in den Bildern) – einfach nur: WOW.
Ach ja – habe nichts gewonnen!
Heute sind wir dann in aller Frühe aufgebrochen um zum Grand Canyon zu kommen, haben aber erst mal Stunden gebraucht, um Vegas hinter uns zu lassen – verwirrende Karten. Die Strecke war anschließend extrem öde – 350 Meilen nur heißer Sand und eine gerade Straße – unterwegs sind wir an nem Laden vorbeigekommen der aussah wie der Schuppe am Anfang vom “From Dusk Till Dawn”, sogar ein Polizeiauto stand davor.
Wir sind aber nicht direkt zum Canyon gefahren, sondern haben uns den Hoover Damm noch angeschaut – und der ist selbst für amerikanische Verhältnisse gigantisch.
Schlussendlich haben wir den Grand Canyon erreicht und der hat uns echt die Sprache verschlagen. Soetwas beeindruckendes und schönes habe ich in der Natur noch nicht gesehen – die angehängten Bilder spiegeln leider nur einen Teil davon wieder, man muss einfach da gewesen sein. Wenn man dort steht und 450 Kilometer Canyon betrachtet, dann merkt man wie unwichtig vieles doch ist – der Graben hat schließlich schon 40 Millionen Jahre auf dem Buckel. Dementsprechend verhalten sich auch die meisten Besucher dort – alle sind still und ehrfürchtig, fast wie in einer Kirche.
Der Abend hat dann noch mit einem mittelschweren Chaos geendet. Denn wir Deppen haben uns bei der Hotelresiervung irgendwie verklickt und das Hotel in Missourie gebucht und nicht in Arizona – dumm, dass die Orte geich hießen. Also war noch zwei Stunden Hotelsuche angesagt. Nun liege ich auf dem Bett eines Motel Six, benutze unerlaubter Weise das ungesicherte Wlan des gegenüberliegenden Hotels DaySinn und lade gleich die Bilder hoch.
Cheerio,
Carsten
@Mario – dir zu liebe habe ich das Shirt auch nochmal vor dem Grand Canyon getragen ;)
NACHTRAG: Ja, ich habe mir heute einen Cowboy Hut gekauft…ich sag das nur so….nicht, dass nachher wieder das Weinen angefangen wird.
Morgen früh gehts 400 Meilen von Los Angeles, Moreno Valley, nach Las Vegas ins Hotel Excalibur. Nachdem ich da all mein Geld, meine Hosen und wahrscheinlich auch alles andere verloren habe, machen wir uns auf zum Grand Canyon und zum Hoover Damm, um nach einem Tag Rast wieder nach Los Angeles zu fahren. Wenn ich Internet habe, gibts Infos und Bilder von unterwegs, wenn nicht, dann erst wieder wenn wir in LA sind.
Drückt mir die Daumen. Ach ja, ich spiele ja grundsätzlich nur Roulette und an Automaten, daher sind Tipps auf welche Zahlen ich setzen soll immer willkommen ;) Einfach in die Kommentare.
Cheerio,
Carsten